In seinem neuen Buch (Governing Islam in Austria and Germany: From Colonial Times to the Present, Oxford University Press, 2026) verbindet Farid Hafez (College of William & Mary) die koloniale Geschichte Österreichs und Deutschlands mit den heutigen Beziehungen zu muslimischen Gemeinschaften. Er stützt sich dabei auf historische Primärquellen sowie aktuelle Interviews. Auf der Grundlage dekolonialer Theorie schlägt er eine Brücke zwischen dem kolonialen Erbe, Rassismus und gegenwartiger Politik.
Die Präsentation findet im Dialog mit Katharina Ivanyi (Universität Wien) statt.
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Hafez ist Assistenzprofessor für Internationale Beziehungen am College of William and Mary in Williamsburg, Virginia. Seit 2017 ist er externer Senior Researcher an der Georgetown University im Rahmen der „Bridge Initiative“. Von 2021 bis 2024 hatte er die Position des „‚Class of 1955 Distinguished Visiting Professor of International Studies“ am Williams College inne. Sein Buch Islamophobia in Austria (herausgegeben gemeinsam mit John Bunzl, 2009) wurde mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch des Jahres ausgezeichnet. Farid Hafez ist Mitbegründer und Mitherausgeber des European Islamophobia Report.
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Katharina Ivanyi ist Professorin für Kultur- und Ideengeschichte der islamischen Welt am Institut für Orientalistik der Universität Wien.
