Die Veranstaltung nimmt das mitreißende Buch „Rose Valland und die Liebe zur Kunst“ von Jennifer Lesieur zum Ausgangspunkt, um Handlungsräume im Museum unter autoritären Bedingungen in den Blick zu nehmen. Denn die Kunsthistorikerin und Kustodin im Musée du Jeu de Paume hat während der nationalsozialistischen Plünderungen in Frankreich, gestohlene Werke und die Prozesse ihres Diebstahls notiert und memoriert. Dies bildete die Basis für die Rettung von mehr als 60.000 Kunstwerken vor dem Verlust und dem Diebstahl und schaffte wichtige Voraussetzungen für Restitutionen.
Bei der Veranstaltung besprechen wir in einem ersten Teil das Buch und diskutieren die Situation der Restitution heute, um in einem zweiten Teil für den Museumsbereich wichtige Fragen nach Handlungsräumen unter Bedingungen politischer Kontrolle und Vereinnahmung auch im Hinblick auf die Gegenwart zu besprechen.
Mit Beiträgen von
- Sophie Lillie | Historikerin, Wien
- Nora Sternfeld | Professorin HFBK Hamburg und schnittpunkt Wien
- Moderation: Monika Sommer | Gründungsdirektorin, Haus der Geschichte Österreich (hdgö)
Eine Veranstaltungsreihe von schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis
In Kooperation mit dem Haus der Geschichte Österreich
Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen Sie Foto-, Ton- und Filmaufnahmen und der Veröffentlichung zu.
