Aus dem Jugendbericht zur Demokratie und Beteiligung des Vereins Youth Empowerment Participation (YEP) geht hervor, dass junge Menschen mehr politische Mitbestimmung fordern. Sie fühlen sich jedoch politisch nicht gehört und finden in den etablierten Parteien kaum noch Anknüpfungspunkte.
Es ist eine Generation, die sehr individualisiert ist und ihre Informationen und ihre politischen Ansichten über soziale Medien und persönliche Netzwerke formt. Damit einher geht eine Polarisierung der Gesellschaft, wo sich Meinungen und Einstellung zunehmend auseinanderentwickeln.
Die demokratische Mitte kommt unter Druck und die Kompromissbereitschaft nimmt ab. Doch die Demokratie benötigt nicht nur aktive Bürger:innen, die ihre politischen Forderungen einbringen, sondern auch die Akzeptanz von Interessenkonflikten sowie die Bereitschaft, sich auf Aushandlungsprozesse mit Andersdenkenden einzulassen.
Was braucht es daher, um eine Generation von Bürger:innen heranzubilden, die diese Entwicklungen kritisch hinterfragt und lernt, damit umzugehen? Welche Rolle spielen (soziale) Medien bei der Ausbildung von polarisierten Haltungen und wie kann hier die Kommunikationskultur verändert werden? Was ist notwendig, um das Vertrauen von jungen Menschen in politische Institutionen wieder herzustellen? Inwieweit kann Holocaust-Education zur Demokratie- und Menschenrechtsbildung beitragen?
Diese und ähnliche Fragen sollen bei der Tagung mit Expertinnen diskutiert werden. Information und Anmeldung: Mag.a Eva Schwarzmayer +43 664 9194904, Dr.in Christine Teuschler, +43 664 4016420, info@refugius.at – Veranstalter: RE.F.U.G.I.U.S. – Rechnitzer Flüchtlings- und Gedenkinitiative
