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 spektive-erinnern-wir/
SUMMARY:Der koloniale Blick. Aus wessen Perspektive erinnern wir?
DESCRIPTION:\nMit Hamado Dipama\, Noa K. Ha\,&nbsp\;Susann Lewerenz\, Beber
 o Lehmann und&nbsp\;René Aguigah\n\n&nbsp\;\n\n\n\n	Eine Kooperation von 
 NS-Dokumentationszentrum München und Münchner Stadtmuseum im Rahmen der 
 Internationalen Wochen gegen Rassismus.\n\nStraßen\, Plätze und Denkmäl
 er ehren in Deutschland noch immer Personen und Orte\, die mit kolonialen 
 Verbrechen in Verbindung stehen. Viele dieser Widmungen sind nach der hist
 orischen Kolonialzeit entstanden. Sie haben ihren Ursprung in der Verherrl
 ichung des deutschen Kolonialismus während der Weimarer Republik und der 
 NS-Diktatur und prägen Stadtbilder bis heute. Die Geschichte Schwarzer Me
 nschen in Deutschland wurde im öffentlichen Raum\, in Kulturinstitutionen
  oder in den Medien dagegen lange nicht erzählt. Nur schleppend und dank 
 des Engagements zivilgesellschaftlicher Initiativen wird in den letzten Ja
 hren an Widerstandskämpfer*innen und Kolonialmigrant*innen erinnert.&nbsp
 \;\nDie aktuelle Intervention Erinnerung ist … des NS-Dokumentationszent
 rums zeigt die Verbindungen von Kolonialismus und Nationalsozialismus anha
 nd zweier Objektgeschichten. Zum einen die Geschichte des Straßenschilds 
 Von-Trotha-Straße\, dessen Namensgeber den Völkermord an den Herero und 
 Nama mitverantwortete. Zum anderen die Geschichte des Bierkrugs von Theodo
 r Wonja Michael\, der den Nationalsozialismus überlebte und nach 1945 fü
 r eine selbstbestimmte afrodeutsche Identität kämpfte.\nDie Veranstaltun
 g geht der Frage nach\, wie die Verklärung des deutschen Kolonialismus bi
 s heute wirkt und wie eine dekoloniale oder postkoloniale Erinnerungskultu
 r im öffentlichen Raum aussehen kann.\n&nbsp\;\nÜber unsere Gäste\n&nbs
 p\;\nHamado Dipama ist Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats und Teil 
 des Migrationsbeirats der LH München. Als Gründer des AK Panafrikanismus
  setzt er sich als Antirassismus- und Antidiskriminierungsberater bei AGAB
 Y für die Sichtbarmachung von Rassismus und Diskriminierung sowie für st
 rukturelle Veränderungen ein. Darüber hinaus ist Dipama Mitglied im baye
 rischen Rundfunkrat und engagiert sich in verschiedenen Initiativen\, die 
 sich mit den Themen Flucht\, Migration und Rassismus beschäftigen.\n\nNoa
  K. Ha ist Stadtforscherin am Deutschen Zentrum für Integrations- und Mig
 rationsforschung (DeZIM) mit einem Fokus auf postkoloniale Studien. Sie un
 tersucht die Auswirkungen kolonialer Geschichten auf zeitgenössische Stad
 tentwicklungen und Erinnerungspraktiken. Ihre Forschungsinteressen umfasse
 n die Analyse von urbanen Räumen im Kontext von Migration und Rassismus s
 owie die Entwicklung dekolonialer Perspektiven in der Stadtforschung.\nSus
 ann Lewerenz ist Historikerin und Leiterin der Abteilung Bildung und Studi
 enzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Sie arbeitet schwerpunktmäßig
  zur Geschichte des Nationalsozialismus und dessen Verflechtungen mit dem 
 Kolonialismus. So war sie unter anderem an dem von der Stiftung EVZ geför
 derten Kooperationsprojekt Verflechtungen. Koloniales und rassistisches De
 nken und Handeln im Nationalsozialismus beteiligt. Für ihre Promotion for
 schte sie zu Inszenierungen des ‚Exotischen‘ und Artist*innen of Color
  im deutschen Unterhaltungsgewerbe zwischen 1920 und 1960.\n\nBebero Lehma
 nn (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (D
 OMiD)) ist Historikerin und Kuratorin. Sie war maßgeblich an der Gründun
 g von Decolonize Cologne sowie der Theodor Wonja Michael Bibliothek beteil
 igt und ist im Berliner Projekt Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt
  sowie in der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD) aktiv. Ih
 re Arbeit fokussiert sich auf die Sichtbarmachung von Migrationsgeschichte
 n und deren Einfluss auf die deutsche Gesellschaft.\n\nDie Moderation übe
 rnimmt der Kulturjournalist René Aguigah (Deutschlandfunk). Er ist Autor 
 des Buches James Baldwin. Der Zeuge. Ein Porträt (2024) und hat sich inte
 nsiv mit Fragen der Identität\, Rassismus und interkulturellem Dialog aus
 einandergesetzt.\n\n
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