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SUMMARY:35 Jahre Initiative Minderheiten und STIMME: „Die 1990er Jahre 
 – Umbruch und Aufbruch aus der Perspektive widerständiger Akteur*innen
DESCRIPTION:Die Initiative Minderheiten und die Zeitschrift STIMME wurden 1
 991 in einer Phase tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Umbr
 üche gegründet. Ihr Ziel war es\, minoritäre Allianzen zu bilden\, um g
 emeinsam der zunehmenden Minderheitenfeindlichkeit entgegenzutreten.\nDie 
 österreichische Öffentlichkeit war von den Nachwirkungen des „Waldheim
 skandals“ (1986) und der Infragestellung der sogenannten Opferthese gepr
 ägt. Junge Aktivist*innen stellten das vorherrschende Geschichtsbild infr
 age und brachten die Erzählung der Zweiten Republik über die Zeit des Na
 tionalsozialismus ins Wanken. Parallel dazu übernahm Jörg Haider die Fü
 hrung der FPÖ und ebnete den Weg für den Aufstieg des Rechtspopulismus. 
 Die politischen Umbrüche in Europa ab 1989 sowie der Jugoslawienkrieg fü
 hrten zur verstärkten Migration und Fluchtbewegungen. Die zunehmend aggre
 ssiver geführten Diskussionen über Migration und Asylrecht gipfelten 199
 2/93 im rassistischen FPÖ-Volksbegehren „Österreich zuerst“. In den 
 Jahren 1993 bis 1996 erschütterte eine Anschlagserie mit Briefbomben und 
 Sprengfallen das Land. Der folgenschwerste Anschlag fand im Februar 1995 i
 n Oberwart statt\, bei dem vier Roma-Angehörige ermordet wurden\nOrganisa
 tionen wie der Republikanische Club\, die asylkoordination österreich\, S
 OS-Mitmensch oder das Romano Centro\, die als Reaktion darauf gegründet w
 urden\, haben gemeinsam mit der Initiative Minderheiten den gesellschaftli
 chen Diskurs nachhaltig verändert und Zeichen der Solidarität mit minori
 sierten Gruppen gesetzt – unvergessen bleibt das Lichtermeer 1993.\nAnl
 ässlich 40 Jahre Waldheim-Affäre und 35 Jahre Initiative Minderheiten fi
 nden eine Veranstaltung und eine STIMME-Ausgabe zum Thema „Die 1990er Ja
 hre – Umbruch und Aufbruch aus der Perspektive widerständiger Akteur*in
 nen“ statt. Gemeinsam soll darüber nachgedacht werden\, was wir aus den
  1990er Jahren weitergeben wollen – an heutige und künftige Generatione
 n\, die aus der Vergangenheit lernen möchten.\n&nbsp\;\nPROGRAMM\nBegrü
 ßung:&nbsp\;\nMonika Sommer | Gründungsdirektorin\, Haus der Geschichte 
 Österreich (hdgö)&nbsp\;\nCornelia Kogoj | Initiative Minderheiten\nKeyn
 otes:&nbsp\;\nHakan Gürses | Initiative&nbsp\;Minderheiten&nbsp\;\n„50 
 Jahre Unruhe – eine sehr persönliche Geschichte der sozialen Bewegungen
 “&nbsp\;\nMargit Reiter | Professorin für Zeitgeschichte an der Univers
 ität Salzburg\n„1986 und die Folgen: Vermessung eines Jahrzehnts“\n\n
 	Podiumsdiskussion aus der Perspektive der Beteiligten:\n\n„Minderheiten
 rechte wurden nicht geschenkt – sie wurden erkämpft“\nMit:\nJosef Has
 linger&nbsp\;|&nbsp\;Mitbegründer von SOS-Mitmensch\nUrsula Hemetek | Ini
 tiative Minderheiten\nMirjam Karoly | Romano Centro&nbsp\;\nAnny Knapp | a
 sylkoordination&nbsp\;österreich&nbsp\;\nDoron Rabinovici | Republikanisc
 her Club\nModeration:\nVida Bakondy&nbsp\;|&nbsp\;Historikerin
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